Tarifvertrag feinkeramische industrie sachsen

Im Januar 2007 kaufte die Könitz Porzellan GmbH Weimar Porzellan. Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens ist heute Turpin Rosenthal, der die 6. Generation seiner Familie vertritt, um sich aktiv in der Porzellanindustrie zu engagieren. Deutschlands älteste: Schirm, Tochter der südafrikanischen AECI Ag und Expertin auf dem Gebiet der Synthese, Formulierung und Verpackung von Fein-, Spezial- und Agrochemikalien, eröffnete im September feierlich die neue Syntheseanlage am Standort Sachsen-Anhalt. 20 Millionen Euro wurden investiert. Auf traditionellem Boden: die erste und älteste Chemiefabrik Deutschlands. Schirm beschäftigt heute rund 270 Mitarbeiter und 17 Auszubildende vor Ort und wird Produkte für die Automobil- und Kunststoffindustrie sowie für die Landwirtschaft herstellen. Ein weiterer Kapazitätsausbau ist geplant. Als Folge dieser Entwicklungen ist es unter den Tarifparteien weithin anerkannt, dass die deutschen Tarifverhandlungen einige wichtige Reformen erfordern, um das System flexibler zu gestalten und differenziertere Lösungen zu ermöglichen, die den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Unternehmen entsprechen. Bisher hat sich jedoch nur eine Minderheit der Arbeitgeber um eine radikale Verlagerung der Tarifverhandlungen auf die Unternehmensebene bemüht. Im Gegenteil, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und sogar die Mehrheit der einzelnen Arbeitgeber wollen weiterhin am Grundsatz der Tarifverhandlungen auf Branchenebene festhalten, aber ihren Anwendungsbereich einschränken und gleichzeitig mehr Raum für (zusätzliche) Betriebsverhandlungen lassen. 1917, gegen Ende des Ersten Weltkrieges, erwarb der Hamburger Geschäftsmann Ernst Carstens die Porzellanfabrik in Blankenhain von der Duxer Porzellanmanufaktur AG.

Als er die Operation übernahm und sie “E. Carstens KG” nannte, fügte er der Firmenmarke eine Krone und einen Lorbeerkranz hinzu, um eine neue Ära einzuläuten. Alles war damals eine Herausforderung, Rohstoffe und Treibstoff waren schwer zu bekommen, die Exportmärkte mussten wieder aufgebaut werden, die Inflation war verheerend und es gab 300 Arbeiter und 20 Angestellte auf der Gehaltsliste. Durch stilistische Innovationen der Lieferungen und eine Preisanpassung zum Wohle der Kunden gelang es der Familie Carstens, die Exportmärkte wiederzubeleben. Der Name Carstens ist verbunden mit der Einführung der berühmten Weimarer Kobaltmalereien auf Porzellan. Bereits 1926 wurde in Blankenhain Kobaltporzellan hergestellt, was wohl an den guten Kontakten Carstens mit Böhmen lag. Diese Verfeinerung des weißen Keramikmaterials gilt bis heute als Fachkompetenz. Das kostbare festliche Kobaltblau verleiht dem Material eine einzigartige Aura, besonders wenn es mit zarten Ornamenten in Gold verziert ist.